Warmblüter als Westernpferde?

...die westerngeritten werden, finden auch einen Platz!

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WyoCowgirl
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Beitrag von WyoCowgirl » 01.07.2008 09:42:41

Ich kenne diese Legends Bücher und wenn man da mal rein schaut, sieht man aber auch wie oft, wie die Ahnen einfach aufhören oder nur noch Rasseangaben gemacht werden. Nur der Stammbaum der TBs ist halt länger.

Ich finde nicht, dass man sagen kann, dass ein QH ein TB ist, vor allem nicht, wenn man bedenkt, wie viel anderes „Zeusch“ da mit reingekreuzt wurde.

Dann könnte ich ja auch über meinen ehemaligen QH/PH/WB Mix, der bunt war sagen, dass er ein QH ist oder war, denn schließlich war er ja väterlicherseits komplett QH. Aber erzählt das mal der AQHA, die lachen sich tot bei so einer Argumentation.

Klick mich

War er denn dann ein Warmblut? Oder gar ein Vollblut? DAS kann man ja dann wohl genauso wenig sagen! Also war er dann doch eher ein Phantompferd?

Naja, egal, Du sagst, sie sind VBs, ich sage, sie sind WBs, ich glaube, wir können uns gegenseitig hier nicht überzeugen :)

terra
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Beitrag von terra » 25.07.2008 13:06:40

Für mich ist Quarter die amerikanischen WB-Rasse. Nach den gleichen Regeln entstanden wie die europäischen WB.
Rezept: Man nehme das bodenständige Arbeitspferd und "peppe" es mit XX und OX auf. Je nach Einsatzzweck mal mehr oder mal weniger....
Auch bei den Europäer gibt es viiiile Stammbäume, deren Wurzeln sich im GSB verlieren (Ich habe so ein Exemplar

:D :D )

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lexe
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Beitrag von lexe » 25.07.2008 13:31:47

[quote7a="Jamil"]Ich finde es auch nicht gut - egal welche Rasse - im Babyalter schon auf hochleistung zu trimmen. :( Aber es wird gemacht, weil die Rasse es hergibt.

Ich kann Dir mal den Abschnitt aus dem Buch "Legends" raussuchen, da steht drin, dass ein QH "hauptsächlich" von TB's abstmmt. 8)[/quote7a]

es wird gemacht, weil es gutbezahlte prüfungen für jungpferde gibt...nicht weil die rasse das hergibt und genug material auf dem markt ist um sich keine gedanken um nachwuchspferde machen zu müssen...

UND (ich bin weder ein freund des dressurreitens nach fn, noch des modernen westernreitens auf turnieren)...ich behaupte mal, es ist einfacher einem pferd die reiningmanöver beizupulen (um eine futurity zu laufen), als es auf dressur grand prix niveau auszubilden...

scully
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Beitrag von scully » 26.07.2008 12:46:29

Also der Quarter kann kein TB, also Vollblut sein. Es mag sein, das ein Quarter von TBs abstammt, das gibt es auch in der deutschen Warmblutpferdezucht.

Vollblüter dürften sich nur rein gezogene englische und arabische Vollblüter (also reine xx oder ox nennen) alles andere sind KEINE Vollblüter.

Auch in der deutschen Warmblutpferdezucht gibt es Pferde, die einen Edelblutanteil von über 75% führen, es sind aber deswegen keine Vollblüter sondern immer noch Warmblüter mit einem gewissen Edelblutanteil.

Und ob ein Warmblut dementsprechend zum Westernreiten eingesetzt werden kann und sollte, liegt sicherlich am einzelnen Pferd. Der Warmblüter ansich ist natürlich grundlegend auf eine andere Sparte der Reiterei gezogen worden, sollte über viel Gang verfügen und über Springvermögen. Ich persönlich würde keinen Warmblüter mit Vermögen für hohe Dressurprüfungen, also eben mit viel Gang, in einer Pleasure vorstellen wollen, ich glaube nicht das es so einem Pferd gut tut, wenn ich versuche, die Gänge entsprechend runterzuschrauben.

Da aber ja viele Warmblüter sich eben nicht nur für die Dressuren und Springen der Klasse S eignen, sollte man es sicherlich von verschiedenen Faktoren abhängig machen, ob man das Pferd in der Westernreiterei einsetzt.

Freizeitmäßig und im unteren Turnierbereich geht sicherlich alles! Keine Frage, aber oben wirds ein Warmblüter sicherlich schwer haben. Ausnahmen bestätigen für mich die Regel.

Einen Quarter oder ein Paint wirst du hierzulande kaum in einer M-Dressur finden und wenn wird er kaum Chance haben für eine Plazierung. Auch hier Ausnahmen bestätigen die Regel.
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Beitrag von WyoCowgirl » 26.07.2008 18:22:42

Schön gesagt Scully!

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Jamil
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Beitrag von Jamil » 29.07.2008 10:07:51

[quotead="scully"]Also der Quarter kann kein TB, also Vollblut sein. Es mag sein, das ein Quarter von TBs abstammt, das gibt es auch in der deutschen Warmblutpferdezucht.

Vollblüter dürften sich nur rein gezogene englische und arabische Vollblüter (also reine xx oder ox nennen) alles andere sind KEINE Vollblüter.
[/quotead]

Vielleicht habe ich mich auch nur blöd ausgedrückt, aber ein QH (vor allem die FQH's) ist ein Pferd das hoch im Blut steht (FQH's gehen auf die A QH's zurück, in denen durften nur Pferde eingetragen werden, deren Vorfahren bekannt waren und dem QH Typ entsprachen, die bekannteste und beliebteste war die Steel Dust und Shilho Linie - und wovon stammen die ab???? TB's! :shock: ). Daher sollte man ein QH beim Training und Fütterung, auch wie ein TB behandeln.
Aber das Thema war hier ja ob ein WB sich zum Westernreiten eignet....
Und da bin ich immer noch der Meinung: Nein!

Denn wenn es sich dazu eigen würde/ geeignget hätte, hätten die Cowboys ja einfach WB's zu Arbeit nehmen können. :roll: Aber das taten sie nicht, weil ein WB vom Körperbau her sich so wenig zum Westernreiten eignget, wie ein QH zum S-Springen.

Deswegen ist meine Devise und die Vertrete ich auch, dass wenn man Westernreiten möchte, sollte man sich doch ein quadratisches kleineres Pferd kaufen, dass vom Körperbau her dem eines QH/PH/Äppis entspricht und wenn man Klassisch Englisch Reiten möchte dann mit einem großrahmigen Pferd. "Schuster bleib bei Deinen Leisten!"
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Beitrag von WyoCowgirl » 29.07.2008 10:35:05

[quote37]Denn wenn es sich dazu eigen würde/ geeignget hätte, hätten die Cowboys ja einfach WB's zu Arbeit nehmen können[/quote37]

Sorry, aber das ist ja nun kein Argument. Die Cowboys haben die Pferde genommen, die es dort gab und das waren nun mal Qhs und vorher eben die Vorfahren der QHs, aber das typische europäische WB gab es doch in Amerika gar nicht.

Es wurden Araber, Berber, Andalusier, Irische Ponys, Englische VBs und KB-Rassen wie die Percherons mitgebracht, kein typisches Warmblut, vielleicht weil es das WB so wie wir es heute kennen, damals auch noch nicht gab? Ich meine, wir reden hier von einer Zeit ab 1700.

Und Foundation Hoses führen meines Wissens nach nicht mehr als 20% VB-Anteil (mal von Three Bars) abgesehen. Dann doch eher der Racing, Hunter oder Pleasure Typ.

Das mit den Pferderassen, sei es die WBs im Westernsport oder die QHs beim Springen/Dressur, irgendwann Schluss ist, darüber sind wir uns glaube einig. Und wer hoch hinaus will, hat auch dementsprechend die Kohle, um sich das zu kaufen, was er für den Erfolg braucht, egal nun in welcher Richtung.

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Beitrag von Jamil » 29.07.2008 11:22:58

[quote29="WyoCowgirl"] ...Ich meine, wir reden hier von einer Zeit ab 1700.
Und Foundation Hoses führen meines Wissens nach nicht mehr als 20% VB-Anteil (mal von Three Bars) abgesehen. Dann doch eher der Racing, Hunter oder Pleasure Typ.[/quote29]

Doch tun sie, die "Ur-FQH's" die in der A-Registratur ursprünglich aufgenommen wurden und wozu die großen Vererber gehören haben alle TB-Anteile von mehr als 20 % TB-Blut, wurden aber mit 100% NFQHA registriert. :shock:
Hier als Beispiel Peter McCue's Stammbaum (einer der Foundation Hengste) Vater: [url=http://www.allbreedpedigree.com/dan+tucker]Dan Tucker">Klick mich und die Mutter eine reine TB-Stute[url=http://www.allbreedpedigree.com/nora+m]Nora M">Klick mich trotzdem wurde er mit 100% registriert, ebenso [url=http://www.allbreedpedigree.com/steel+dust]Steel Dust">Klick mich selbst, Vater ein QH seine Mutter eine TB Stute, oder hier [url=http://www.allbreedpedigree.com/shiloh]Shiloh">Klick mich oder hier, [url=http://www.allbreedpedigree.com/bob+h] Bob H">Klick mich's Eltern Vater ein QH mit viel TB-Anteil und die Mutter eine reine TB-Stute, oder der sagenhafte [url=http://www.allbreedpedigree.com/wimpy]Wimpy P-1">Klick mich (einer der Grundpfeiler in der QH-Zucht) geht ebenso auf TB's zurück, oder [url=http://www.allbreedpedigree.com/plaudit3]Plaudit">Klick mich auch in fast jedem guten Pedigree enthalten, oder hier [url=http://www.allbreedpedigree.com/leo5]Leo">Klick mich ebenso ein 100 % Foundation Hengst, der aber sehr viel TB-Blut hat, dann wie Du schon gesagt hast [url=http://www.allbreedpedigree.com/three+bars]Three Bars">Klick mich ein reines TB, aber ebenso als 100 % Foundation registriert 8) .

Diese Beispiele könnte ich so weiterführen und die Lücken in den Pedigrees die evtl. vorhanden sind, gibt es auch bei den TB's, diese sind aber nicht so groß bzw. ausschlaggebend (teilweise auch zu Kriegszeiten passiert), dass das Pferd dann nicht als TB gelistet wurde.
Deshalb sehe ich es so, dass ein QH körperlich eher einem TB entspricht, als einem WB!
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Beitrag von WyoCowgirl » 29.07.2008 11:32:27

gut, ich lasse mich ja gern eines Besseren belehren, dennoch sehe ich es so wie Sully und Terra. Nur weil viel VB drin ist, heißt es noch lange nicht, dass QHs auch VBs sind oder so zu behandeln sind wie Vbs. Denn dann wären eben Wbs auch VBs, weil viele von denen ja VB Anteile haben. So gesehen gäbe es dann ja nur Vbs auf der Welt und Ponys *g* und Kaltis...

egal, die Diskussion ist müßig, für dich sind es eben Vollblüter, für uns sind es Warmblüter :)

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Beitrag von terra » 29.07.2008 15:13:25

Den "Europäischen WB" gab es um 1700 nicht in der Form wie heute, am nähesten kamen wohl die Hunter in GB sowie die iberischen Rassegruppe einschl. Lippizaner u.a. - einfach weil es damals nur an den Höfen eine halbwegs geplante Zucht gab. Alles andere waren "Pferde der Scholle" schwere Typen in fruchtbaren Gegenden mit schweren Böden, leichtere Typen auf sandigeren Böden, auch je nach regionaler Futterlage.
All diese Pferde wurden nach Amerika verschifft und haben sich dort vermehrt, bis irgendwann nach 1900 eine planmässige überregionale Zucht (die Betonung liegt auf überregional)aufgenommen wurde. Vorher hat der eine mit mehr xx-Einsatz auf Rennleistung, der nächste mit mehr Percheron auf Zugleistung, der dritte mit Schecken Schecken gezüchtet. Je nach Scholle und Einsatzzweck. Separat dazu lief weltweit die Vollblutzucht. Einziger Zweck: schnelle Pferde - gezüchtet aus Importorientalen und rennerprobten Landpferden (angeblich haben schon die Kelten Rennponies gezüchtet) die ganze Rasse lässt sich auf nur wenige Hengste und ca. 50 Stuten zurückführen.

Jamil: warum schreien eigentlich Quarterleute NEEEEIIIIN, wenn ihre Pferde Hafer - DAS Vollblutfutter- bekommen sollen??
und:
Versuch doch einfach mal, eines der von Dir genannten Pferde beim Direktorium/GSB eintragen zu lassen :wink:

Zur Eignung: wieviele WB können nicht 1,60m hoch springen? wieviele WB gehen keine Piaffe-Passage-Tour? Wieviele Quarter gehen keine Reining-EM? Wieviele dieser Pferde laufen total zufrieden im Freizeitbereich querbeet incl. Fahren, Therapie, Kindervoltigieren......?

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Beitrag von Jamil » 29.07.2008 15:24:51

[quotee0="terra"]Jamil: warum schreien eigentlich Quarterleute NEEEEIIIIN, wenn ihre Pferde Hafer - DAS Vollblutfutter- bekommen sollen??
und:
Versuch doch einfach mal, eines der von Dir genannten Pferde beim Direktorium/GSB eintragen zu lassen :wink: [/quotee0]

Das mit dem Hafer versteh ich auch nicht :?. Wir füttern Hafer und auch die meisten die ich kenne füttern Hafer ohne Probleme. 8)

Ich will ja mein QH nicht bei Jockey Club eintragen lassen :wink: , was ich versuche zu erklären ist, das die FQH's auf TB's zurückgehen, und somit eher der Sparte der TB's anzurechnen sind als den WB's. Wie Du schon sagtest gab's die WB's noch gar nicht.
Ich würde deshalb die FQH's ähnlich den Partbred Arabern gleichschreiben. Dort darf auch nur mit OX oder Partbred gezüchtet werden, wie bei den QH's nur QH oder TB. 8)

Und was die Eignung eines WB beim Westernreiten angeht, da hat wohl jeder seine Meinung und vertritt diese. :wink:
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Beitrag von scully » 29.07.2008 16:24:24

Also,

ich habe selber einen Vollblüter und auch etwas Erfahrung mit denen, und ich würde meine Quarter Stute NICHT mit meinem Vollblüter vergleichen.

Es gibt auch keine Sparte "Vollblüter". Entweder das Pferd ist ein Vollblüter oder es ist ein Warmblüter. Und alles was nicht 100% Vollblut ist, rechne ich den Warmblütern zu (ausser Kaltis)...

Sonst wären ja Trakehner auch keine Warmblüter... diese Rasse könnte man als Edel-Warmblüter bezeichnen, führen diese oft extrem viel Vollblutanteil.

Wir bekommen selber ein Paint Fohlen aus einer Vollblutstute. Das Fohlen könnte man höchstens als Halbblüter bezeichnen, ich rechne es dem Kreis Warmblut zu. Auch ein Trakehner Fohlen, 75% Vollblut Anteil ist ein Warmblüter.

Aber kann ich dann nicht mit einem Vollblüter oder einem Warmblut mit viel Vollblutanteil richtig oben mit mitreiten? Wenn Quarter ja Vollblüter sind? :wink:

Nicht böse gemeint, aber als Vollblutfreund und Besitzer grinse ich da etwas.
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Beitrag von aquee » 29.07.2008 20:31:30

scully recht gebe. Es gibt gerade auch in der WB-Zucht 3/4 Blüter und mehr, die trotzdem WB sind und gerade keine VB. Ein Vollblut muss zu 100% Vollblut sein, sonst ist es ein WB (oder was auch immer gekreuzt/veredelt werden sollte). Ich reite mein knapp 1,70m WB mittlerweile auch Western (oh Gott :shock: :roll: ). Und er macht sich sehr gut, warum auch nicht? Lang ist er übrigens überhaupt nicht.
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Beitrag von scully » 29.07.2008 23:45:35

Sicherlich werden viele deutsche Warmblüter eine Einschränkung haben, was das Westernreiten angeht. Die Zucht ist eben auf eine andere Eignung angelegt. Ganz oben wird man sicherlich mit den wenigstens reiten können.

Wenn ich dort mitreiten will dann kaufe ich mir ein dementsprechendes Pferd. In der Regel dann einen Quarter, aber eben nicht irgendeinen, sondern einen wirklich guten.

Ich würde persönlich auch nicht als Kaufinteressent, der western reiten will (auch turniermäßig), als allererstes nach einem Warmblut suchen.

Meine beiden Warmblüter (immerhin 75% XX Anteil, 12,5% OX Anteil) werden nicht westerngeritten, dafür haben sie einfach zu viel Gang und zu viel Springvermögen, ich weiß, diesen beiden Pferden tu ich mit Western keinen Gefallen. Der Kleine sprang für sein Leben gerne, die Große geht so gut Dressur, warum das runterschrauben? Beide wären tolle VS-Pferde.
Auch meine damalige Dressurstute, da wäre ich nie auf die Idee gekommen, die western zu reiten, einen starken Trab vom feinsten, raumgereifende große Galoppade, so wie man es sich in der Dressur wünscht. Allerdings ein Schlachtschiff, lang und groß 1,76 m. Aber es gibt auch diese: kleine, wendige Warmblüter, die vielleicht vom Exterieur sehr gut in das Westernreiten passen könnten, die keine Gänge vom allerfeinsten haben, dafür cool sind.

Ich denke aber freizeitmäßig kann man jedes Pferd western reiten, turniermäßig werden viele Pferde (egal welcher Rasse) an ihre Grenzen stoßen. Aber eben nicht alle, Ausnahmen kann es immer geben.

Was ich allerdings nicht gut leiden kann: völlig entgegen der Eignung und der Gesundheit des Pferdes reiten, also aus einem Warmblüter mit Biegen und Brechen ein Spitzen Western Pferd machen zu wollen, obwohl es schon vom Exterieur und Gangwerk her, dieses nicht leisten kann! Oder einen Quarter zum Spitzendressur Pferd zu machen...
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Beitrag von aquee » 30.07.2008 14:15:22

Ich habe mich 8 Jahre lang gewehrt, aus meinem ein Westernpferd zu machen, aber er hat es quasi selbst entschieden. Da ich früher viele Jahre lang western geritten bin, ist es mir leider so schleichend immer mehr bewusst geworden. Und er geht echt toll bisher. Natürlich werde ich kein Turnierpferd aus ihm machen, habe ich beim englischen aber auch nicht, einfach, weil ich Turniere reiten nicht mag. Ich gehe lieber zugucken, schon immer. Für den Freizeitbereich finde ich die Rasse wirklich egal, solange Westernreiten nicht als Alibi für eine Kandare/Bit herhalten muss, weil man das Pferd sonst nicht zum (an)halten bekommt.
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