Probleme auf der linken Hand

Physiotherapie

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jolenechen
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Probleme auf der linken Hand

Beitrag von jolenechen » 21.02.2010 21:02:47

Hallo,

ich bin stolze Besitzerin einer fast 19-jährigen Welsh-Cob Stute die ich vor 3 Jahren aus dem Schulbetrieb befreit habe.
Nachdem ich sie ca 1 Jahr hatte habe ich erfahren, dass sie wohl ein Hüftproblem hat, was genau, weiß ich nicht.

Mittlerweile klappt auch das Reiten etwas besser (reite englisch), zumindest auf der rechten Hand. Ich bin seit über nem Jahr dran, die linke Hand vermehrt zu gymnastizieren, hatte auch schon 3 mal eine Osteopatin da, aber es ändert sich nichts. Auf der linken Hand ist Madam total steif, lässt sich weniger biegen, bzw es dauerd länger, und entspannen, bzw Rücken hoch und Kopf runter dauerd ewig bzw. kommt garnicht. Dazu kommt, dass ich ebenfalls Skoliose hab und bisschen schief bin.

Haben Sie Tipps, wie ich das Ganze verbessern kann?

Beim Reiten haben wir generell Probleme, nachdem 5 versch. Reitlehrer meinten, ich müsse so viel am Gebiss spielen, habe ich mich entschieden, den Bauch mit den Beinen "hochzudrücken", seitdem hebt sie den Rücken an, geht entspannter und sucht von ganz allein die Anlehnung. Ob das jetzt 100% richtig ist, weiß ich nicht, aber ich merke, dass es ihr gut tut, dass sie wieder mehr Spaß hat, und dass sie viel entspannter läuft.

Eva Witthaut
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Beitrag von Eva Witthaut » 03.03.2010 20:58:02

Hallo,
ich rate dir viel zu gallopieren, auf großen gebogenen Linien und vorwärts.
Nicht so viel auf der schlechten Hand reiten, wenn links schlechter wird beim reiten, wieder auf rechts wechseln, damit sich die linke Seite sich wieder dehnen kann und die Zwischenwirbelgelenke sich öffnen können. Auf jeden Fall regelmäßig behandeln lassen, das Pferd und sich selber, den die eigene Schiefe der Skoliose überträgt sich auch auf den Pferderücken.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Viele Grüße Eva Witthaut

Sunny940
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Beitrag von Sunny940 » 06.03.2010 09:15:12

Hallo!

Ich würde mich hierzu mal gerne kurz einklinken, wenn es nichts ausmacht.

Ich habe mit meiner stute ein ähnliches Problem mit der rechten hand.
Sie geht voll gegen den schenkel und tut sich im Ganzen sehr viel schwerer. Gallopp grundsätzlich nur außen.
Über Bodenarbeit habe ich ihr einmal eindeutig gezeigt, dass sie nicht gegen die Hilfe gehen soll, seitdem verducht sie sich den Hilfen zu entziehen. Das Problem besteht jetzt natürlich auch beim Reiten.

Zusammendfassend zur Vorgescheschichte. Pferd seit einem Jahr. alter fast 6. In diesem einen Jahr zweimal Ostöo, zweimal chiro, nochmal chiro (kreuzdarmbein), danach ausgekeiherte Kniebänder behandelt (rechts). Danach Spritze ins Rückenband, weil entzündet.

Man hat mir gesagt (und so habe ich es auch noch gelernt), dass man immer vermehrt die schlechtere seite trainieren sollte. Wobei ich das mit ihr einfach nicht hinbekomme. Wenn ich das jetzt aber richtig verstanden habe, sollte ich also wohl auch vermehrt die gute seite trainieren, damit ihre schlechte Seite sich besser dehenen kann?!

Sollte ich vielleicht doch nochmal über chiro nachdenken?

Eva Witthaut
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Beitrag von Eva Witthaut » 12.03.2010 10:20:18

Hallo,
ich würde dir empfehlen dein Pferd Osteopatisch mal durchchecken zu lassen, wenn ein Pferd häufig außen angallopiert und sich den Hilfen entzieht ist da was mit Sicherheit nicht in Ordnung.

Man muß sich das so vorstellen: Ein blockiertes Wirbelgelenk (Gelenkfläcken stehen enger zusammen), wir nehmen jetzt mal an untere Halswirbelsäule rechts, läst das die Stellung und Biegung nach rechts nicht mehr endgradig zu, reflektorisch macht sich ganz automatisch die Halsmuskulatur fest damit der Wirbel nicht weiter in die Fehlstellung geht (Schutzmaßnahme des Körpers), nun reiten wir viel rechts herum um das Problem beheben zu wollen, nur leider geht das anatomisch nicht auf, der Muskel der eh schon fest und überlastet ist wird dadurch noch fester und die Gelenkflächen stehen noch enger aufeinander. Leider passiert häufig folgendes, das viele Reiter reißen und zerren im Maul herum, und Stellen und biegen wie wild auf der schlechten Seite. Irgendwann entwickelt das Pferd Ausweichbewegungen in den Wirbelabschnitten darüber und darunter,später in der lendenwirbelsäule und Kreuzdarmbein Gelenk, weil sich der blockierte Wirbel kaum noch bewegen läst, und so entwickelt sich aus einen kleinen Problem irgendwann ein großes.(falsches angallopieren, Versammlungsprobleme u.s.w)
Also Folge dessen, wenn man merkt das Pferd hat ein Problem rechts herum und es macht sich fest, dann reite ich am besten ein Stück geradeaus und wende dann auf links für 2-3 Runden, und probiere es dann rechts nochmal. Dies ist die einzigste Möglichkeit wie das Gelenk sich öffnen und der Muskel sich dehnen kann. In der Human Physiotherapie arbeitet man schon lange so um blockierte Genke zu lösen. Und ich weis auch von Dressur Trainern aus dem Spitzensport das sie ihre Pferde so arbeiten.
Nur irgendwann kann sich eine Blockierung, wenn sie zu lange besteht oder zu stark ist, nichtmehr von alleine lösen, und dann sollte man rechtzeitig einen Physio oder Osteopathen holen.

Ich hoffe ich konnte somit weiterhelfen.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zu Verfügung.
Eva Witthaut

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